Klettern

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Goldherbst

Tage tragen die unterschiedlichsten Farben. Goldig aber sind sie selten und auch nur im Herbst. Wenn die Sonne tief steht und das sanfte Licht lange Schatten zieht und sich der ganze Körper wie eine Pflanze nach Wärme sehnt. Den ersten Goldherbsttag dieses Jahr haben wir an den Felsen über dem Comersee genossen. Als sich die [...]

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Der Grat ist das Ziel

Der Portjengrat ist ein waschechter Grat: Auf beiden Seiten, ganz bestimmt auf der Einen, öffnen sich Abgründe; der Fels ist fest und griffig; und vom Beginn der Kletterei bis auf den Gipfel vergehen Stunden. Der Pizzo d’Andolla selber ist dann aber nicht so richtig der Berg der sich hinter einem solchen Grat erheben sollte, sondern [...]

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Hoffnung und Esel

Hoffnung (rom. spraunza) und Esel; die Namen der beiden Gräte, welche wir an diesem Wochenende geklettert sind. Geführt haben sie auf die Pizzen Morteratsch und Roseg und natürlich ein Stückchen näher zu unserem Glück. Beide Touren sind einmalig schön und bei der grossen Masse der Bergsteiger wenig gekannt und gerade darum noch ein wenig schöner.

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Der unsichtbare Grat

Der Spraunza-Grat ist nicht unsichtbar, natürlich nicht, und trotzdem sieht man ihn nicht so richtig. Egal von wo man ihn betrachtet. Sei es von der Terasse der Bovalhütte, vom Zustieg aus, direkt aus der Perspektive des Wandfusses oder erst im Abstieg, der Spraunza-Grat tarnt sich geschickt zwischen Vorder- und Hintergrund. Der Spraunza-Grat hat noch eine [...]

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Das Biest

Bietschhorn kommt von Biest! Das mag zwar etymologischer Blödsinn sein und andere Namensverwandtschaften würden sich ebenfalls anbieten, zum Beispiel Beach. Aber das wäre nicht nur etymologisch sondern auch inhaltlich eine unhaltbare Lüge. Das Bietschhorn ist ein Biest und basta. Wir sind dem Bist von Osten her über den Weg gelaufen, sind dort in einen heftigen Streit [...]

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Sustenhorn

Da gibt es eigentlich nicht viel dazu zu sagen. Es war unser zweiter Versuch dem Sustenhorn über den Ostgrat zu kriechen. Vor lauter Optimierungsdrang haben wir beim ersten Anlauf das Schönwetterfenster um einen Tag verpasst. Dafür wären wir alleine am Berg gewesen. Aber halt bei Regen. Beim zweiten Versuch hat dann alles wie am Schnürchen, [...]